CSE baut für die FCS Campuserweiterung

Campuserweiterung an der Wirthstraße

Über 600 Schülerinnen und Schüler besuchen mittlerweile die Freie Christliche Schule in Freiburg Landwasser. „Von der Grundschule bis zum Abitur in wertschätzender Umgebung“, die Umsetzung dieses Wahlspruches zusammen mit dem Kernsatz „weil du wertvoll bist“ und dem pädagogischen Konzept überzeugt Eltern, ihr Kind an der FCS anzumelden. Als Träger der FCS freuen wir uns über das anhaltende Wachstum, das mittlerweile raumbedingt an seine Grenzen stößt. Jetzt soll erweitert werden, um die räumliche Situation der Nachfrage anzupassen.

Mit der Campuserweiterung schafft der Christliche Schul- und Erziehungs.- e. V. (CSE) über 2.300 qm zusätzlichen Raum für Bildung in wertschätzender Atmosphäre! Bis zu rd. 260 Schülerinnen und Schüler werden hier im Ausbaustadium Lern- und Lebensraum finden. Durch eine offene und lichtdurchflutete Architektur, integrierte Aufenthaltsräume mit Lernnischen, modern ausgestattete Fachräume aber auch selbstverwaltete Pausenräume (bspw. für ein Schülercafé) und eine attraktive Dachterrasse für die „Zeit an der frischen Luft“ wird nicht nur attraktiver Lern-, sondern auch Lebensraum geschaffen. Gerade in den Klassen ab 10 halten sich die Schülerinnen und Schüler oft den ganzen Tag in der Schule auf. Der in das Gebäude integrierte Mehrzweckraum, der auch als Kapelle genutzt werden wird, unterstreicht den Charakter der FCS und schafft Raum für ein Wesensmerkmal ev. Bekenntnisschulen: Zeit mit Gott in Andacht, Lobpreis und Gebet!

Mit ca. 7,5 Mio € leisten wir als gemeinnütziger Verein einen nicht unerheblichen Beitrag zu Bildungsmöglichkeiten in Verbindung mit Lebensweltorientierung aus christlicher Perspektive. Wir nehmen darin den Auftrag der Landesverfassung Baden-Württembergs wahr, in der es heißt:

«Die Jugend ist in Ehrfurcht vor Gott, im Geiste der christlichen Nächstenliebe, zur Brüderlichkeit aller Menschen und zur Friedensliebe, in der Liebe zu Volk und Heimat, zu sittlicher und politischer Verantwortlichkeit, zu beruflicher und sozialer Bewährung und zu freiheitlicher demokratischer Gesinnung zu erziehen.»  (Art. 12,1)

Diese Investition ist auch als ein Bekenntnis zum Standort Landwasser mit seinen Chancen und Herausforderungen für die nächsten Jahre zu verstehen. Die anstehenden Entwicklungen im Stadtteil gestalten wir gerne konstruktiv mit!

Zurzeit (04/2021) gehen wir davon aus, dass der Baubeginn noch vor den Sommerferien möglich sein wird.

G9 wird zweizügig – Sekundarschule ausgebucht

Das 2013 einzügig gegründete G9 erfreut sich breiter Beliebtheit, was sich in den Anmeldezahlen widerspiegelt. Bereits im letzten Schuljahr wurde ein zweiter Zug in der fünften Klasse eröffnet, gleichwohl der erste Zug das Abitur noch nicht erreicht hat. In diesem Jahr sind beide Züge im G9 in der fünften Klasse bereits vor Ablauf der Anmeldefrist ausgebucht, lediglich die Anmeldung auf der Nachrückerliste ist noch möglich. Auch die Sekundarschule (kombinierte Real- und Werkrealschule) ist stabil zweizügig und für das Schuljahr 2021/2022 ausgebucht.

Durch den zweiten Zug im G9 entstand und entsteht ein die nächsten Jahre weiter wachsender Bedarf an Räumen. Gleichwohl mit dem Neubauvorhaben der Stadt Freiburg auf dem Flurstück der Wirthstraße zwischen Gewerbeakademie und „Max und Moritz“ auch der CSE mit Sporthalle und aufgesattelter Schulerweiterung berücksichtigt ist, mahnt der Wunsch und in Folge die für den zweiten Zug getroffene Entscheidung zu schnelleren Lösungen, als sie sich für das ausgewiesene Neubaugebiet dem CSE zurzeit seiner Entscheidung darstellten.

Planung auf eigenem Grundstück

Aus diesem Grund hat der CSE das Architekturbüro Guido Epp beauftragt zu prüfen, ob ein im Kern für die Oberstufe und die 10. Klassen geplantes Raumprogramm auf dem bestehenden Grundstück in der Wirthstraße 30 realisierbar ist. Bereits in 2013 war hier ein Erweiterungsbau des ehemaligen Telekomausbildungsgebäudes zum Abschluss gebracht und in den Dienst genommen worden.

Die Herausforderung

Die verbleibende überbaubare Fläche auf dem Gelände ist gering, die möglichen Höhen durch den Bebauungsplan eingeschränkt. Der für die Schülerinnen und Schüler als Pausenbereich nutzbare Waldspielhof sollte möglichst wenig eingeschränkt werden, zumal die dort stehenden Bäume schon älteren Datums und schützenswert sind. Hinzu kommt, dass eine Aufstockung der Bestandsgebäude statisch und bebauungsplantechnisch wenig vielversprechend war.

Die Lösung

Einzig mögliche Alternative für die Schulerweiterung ist der im „Hinterhof“ zwischen FCS, Smartments und Gewerbeakademie befindliche Parkplatz. Relativ schnell wurde deutlich, dass die Sporthalle auf dem Bestandsgrundstück nicht realisierbar ist. Wer die Parksituation in der Wirthstraße kennt weiß, dass der Wegfall einer eigenen Parkmöglichkeit für die FCS keine Lösung darstellt. Aus diesem Grund muss die Lösung der Raumthematik auch eine Lösung für die Parkplatzthematik einer wachsenden Schule mit Oberstufe beinhalten. Konkret: die Anzahl der Parkplätze muss mindestens erhalten (aufgrund der wachsenden Schule eher erhöht) werden bei gleichzeitiger Schaffung von Klassenzimmern für das Schulwachstum. Privatschulen haben üblicherweise ein erweitertes Einzugsgebiet. Manch Schülerin oder Schüler, aber auch Mitarbeiterin oder Mitarbeiter würden mit öffentlichen Verkehrsmitteln wegen der ins Freiburger Umland oft verbesserungswürdigen Anbindung die Schule nicht in adäquater Zeit erreichen können, wodurch sie auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen sind.

Der Entwurf des Architekturbüros

Zur Parkplatzthemathik

Der Entwurf sieht eine Entlastung der Parkplatzthematik durch die Schaffung einer Tiefgarage und Erhaltung des jetzigen Parkplatzes durch Überbauung vor. So wird der bisher einen Parkebene eine weitere hinzugefügt. Die Anzahl der Parkplätze sowohl für Kraftfahrzeuge als auch für Fahrräder wird spürbar erhöht.

Noch nicht in die Zeichnung integriert, aber fester Bestandteil der Planung: Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, deren Strom aus regenerativen Energiequellen gewonnen werden soll.

Die Etagengestaltung

Auf die zwei Etagen der Parkgarage (eine im Untergeschoss, eine ebenerdig) satteln sich insgesamt drei weitere Etagen auf, in denen sich Klassen-, Pausen-, Material- und Räume für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden:

Ansicht des Gebäudes von Nord-Ost Ansicht des Gebäudes von Süd-Ost Visualisierung Gesamtgebäude
Etage 1 Etage 2 Etage 3

Die Dachterrasse – ein Highlight

Ein besonderes Highlight des Bauvorhabens ist die ausgestaltete Dachterrasse mit einer Pergola die so umbaubar sein wird, dass sie auch als Bühne für das Theaterfach des Gymnasiums nutzbar ist.

Grundriss Visualisierung

Baumaterial – Bewahrung der Schöpfung?

Aus statischen und aus „landwassertechnischen“ Gründen werden die ins Erdreich eingelassenen Baubereiche aus wasserfestem Beton errichtet. Konkret betrifft dies das Unter- und das Erdgeschoss der Parketagen.

Alle darauf aufsattelnden Etagen sollen in Holzrahmenbauweise errichtet werden. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, seine Verwendung im Gebäudebau energetisch und ökologisch sinnvoll. Zusätzlich ergeben sich durch einen hohen Vorfertigungsgrad Vorteile in der Bauzeit. Nachdem der Beton“keller“ gegossen und getrocknet ist, kann die Erstellung des weiteren Rohbaus durch maschinell vorgefertigte Wände vergleichsweise schnell erfolgen. Dadurch verringert sich die Bauzeit und wir hoffen, das Gebäude bereits zum Schuljahr 2022/2023 in Betrieb nehmen zu können.

Herausforderungen während der Bauzeit

Ein Neu-, An- oder Erweiterungsbau bringt immer auch Herausforderungen mit sich. Während nebenan gebaut wird, muss in der Schule weiter unterrichtet werden. Auch wenn sich der Baulärm aller Voraussicht nach in Grenzen halten wird, so wird er doch präsent sein. Staub und Schmutz kommen hinzu.

Das größte Hindernis ist aber der zeitweise Wegfall der Parkmöglichkeiten, denn während der Parkplatz überbaut wird und danach mehr Plätze als vorher bietet, fallen für die Bauphase sämtliche Parkplätze weg! Wir planen zwar, vor dem Bestandsgebäude temporäre Parkplätze zu schaffen, diese werden in der Anzahl aber deutlich geringer sein als die Plätze, die wegfallen.

Die Eltern der Schule werden für die Bauzeit gebeten, ihre Kinder möglichst nicht mehr ins Gebäude zu begleiten und auf den wenigen Plätzen längere Zeit zu parken, sondern, wenn möglich, ihre Kinder nur aussteigen zu lassen, um dann den verringerten Parkraum für andere Nutzerinnen und Nutzer der FCS wieder zur Verfügung zu stellen.

Dank der Unterstützung des Diakoniekrankenhauses wird ein Teil der Parkplatzthematik temporär über das Parkhaus gelöst werden können. Dies betrifft insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FCS.

Unterstützung des Bauvorhabens

Das Bauvorhaben ist eine Investition in die Zukunft von Bildung und Lebensweltorientierung in Freiburg-Landwasser. Wer dieses Projekt zu einem eigenen Projekt machen und uns bei der Realisierung finanziell unterstützen möchte, dem sei schon im Vorfeld herzlich gedankt:

Bankverbindung: Volksbank Freiburg

IBAN: DE 87 6809 0000 0024 8228 00

Verwendungszweck:  „Spende Campuserweiterung FCS“

Schluss- und Dankworte

Noch nie in unserer Geschichte haben wir als Christlicher Schul- und Erziehungs.- e. V. so viel Geld auf einmal für Baumaßnahmen „in die Hand“ genommen. Einerseits durch die gewachsene Nachfrage in den letzten Jahren ermutigt wollen wir andererseits auch aus finanzieller Sicht ein zukunftsfähiges und besonnenes Unternehmen bleiben. Die mit diesem Bau einhergehenden finanziellen Verpflichtungen nötigen uns auch Respekt ab. Gleichzeitig wissen wir: der Schritt ist notwendig, breit durchdacht und, so hoffen wir, gut umbetet. Möge Gott Gelingen schenken!

Allen Eltern danken wir an dieser Stelle für ihr Vertrauen und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit für diejenigen, die die Zukunft gestalten werden: unsere Kinder!

Für den Verein:

gez. Alexander Pollhans und Erich Schrank, Vorstände

 

© CSE 2021 – Verwendung der Grafiken, Pläne und Bilder nur nach vorheriger Genehmigung durch den CSE!